Montag, 5. März 2012

Schlag auf Schlag

Das wirkliche Leben unterscheidet sich von Filmen ja unter anderem dadurch, dass in Filmen selten jemand einfach nur da steht und den Mund auf und zu macht, statt schlagfertig eine gute Antwort parat zu haben.

Mein Leben ist kein Film, das wurde mich kürzlich in der Kindergartenschlange mal wieder bewusst, als eine Großmutter, mit der ich in meinem ganzen Leben noch keinen Satz gewechselt habe, mich fragte, ob wir denn nach drei Jungs jetzt noch ein viertes Kind bekommen wöllten, um vielleicht doch noch ein Mädchen zu haben. Wäre das ein Film gewesen, hätte ein Drehbuchautor sicher eine tolle Antwort geschrieben. Leider ging mein Mund aber nur auf und dann wieder zu. Sehr gern hätte ich gesagt "Meine Familienplanung geht dich ja wohl so was von gar nichts an, du neugierige Kuh.", aber selbstverständlich bin ich dazu viel zu gut erzogen und konfrontationsscheu. Hätte ich mehr Mut, hätte ich das zumindest etwas höflicher sagen können (und wahrscheinlich den Teil mit der neugierigen Kuh weggelassen). So aber fiel mir gar nichts ein. Und ich ärgere mich jetzt noch ein bisschen darüber.

Das war nicht das erste Mal. Schon seit meiner ersten Schwangerschaft scheine ich regelmäßig Kommentare, Ratschläge und indiskrete Fragen von Fremden hervorzurufen. Ich nehme mal an, das geht nicht nur mir so. Woher kommt das nur? Ich frage die Großmutter am Kindergarten doch auch nicht, ob im Schlafzimmer noch etwas mit ihrem Mann läuft.

Naja, für das nächste Mal hoffe ich zumindest, dass mir eine bessere Antwort einfällt.

Kommentare:

  1. Aber vielleicht solltest du damit kontern und sie genau DAS fragen!? ;D

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  2. Hm, ich würde gern sagen, das mache ich, aber ich fürchte, mir würde dann doch der Mut fehlen...

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